Vortragsreihe: Indien – Zwischen Tradition und Moderne.

Vortragsreihe zum kulturellen und gesellschaftlichen Wandel in Indien im 21. Jahrhundert
Alle Vorträge finden im Internationalen Centrum - Haus auf der Mauer, Johannisplatz 26 statt.

Leonard Suchenwirth

Vortrag: Indien, Land und Leute

Samstag, 19.05 | 16.00 Uhr | Großer Saal

Was zeichnet Indien mehr aus als seine Jahrtausende alte Geschichte, sein Reichtum an Kultur und die bewegte Vergangenheit, die auch vom Kolonialismus nicht verschont blieb. Leonard Suchenwirth, lange Jahre als Entwicklungshelfer tätig, wird uns hier auf eine spannende Reise mitnehmen und unsere Vortragsreihe einläuten.

Subin Nijhawan

Vortrag: Recht auf saubere Umwelt –
die Praxis indischer Gerichte

Sonntag, 20.05 | 16.00 Uhr | Großer Saal

Subin Nijhawan zeichnet ein Bild der indischen Lebensbedingungen, wie wir es uns vermutlich oft nicht mehr vorstellen können. Effekte des Klimawandels und der Umweltzerstörung sind wahrscheinlich nirgends so deutlich sichtbar, wie in den Ballungszentren der Welt. Und gerade hier findet das Menschenrecht auf eine « saubere Umwelt » oft keinen Kläger.

Nina Kullrich und Annika Herbst (Greenpeace):

Schmutzige Wäsche, Weißes Gold –
Baumwollanbau und Textilproduktion in Indien

Dienstag, 22.05 | 19.00 Uhr | Großer Saal

Sie werden Stiefkinder der Globalisierung genannt – die BaumwollproduzentInnen und TextilfabrikarbeiterInnen Indiens. Seit gut 20 Jahren sehen sie sich verschärft den Gesetzen des globalen Marktes ausgesetzt. Sinkende Weltmarktpreise, westliche Subventionspolitik, mächtige internationale Konzerne (wie Monsanto, Unilever oder Bayer) und die Zulassung gentechnisch modifizierter Saat (Bt-Baumwolle 2002) veränderten die indische Landwirtschaft grundlegend. In den Medien dominieren seit Jahren alarmierende Berichte zur hohen Selbstmordrate unter den Bauern und Bäuerinnen (über 200.000 Selbsttötungen seit 1997), Kinderarbeit in Anbau und Fabriken (40.000), sowie den verheerenden Umweltschädigungen durch Chloride, Peroxide, Säuren, Laugen und Schwermetalle in Boden und in Wasser. Welche Verantwortung tragen wir als Verbraucher und was kann in diesem Zusammenhang Satyagraha, das Konzept der Nicht-Kooperation und das Schlagwort des antikolonialen Kampfes, im Zeitalter der Globalisierung für Indien bedeuten?

Prof. Dr. Harald Kächele

Indiens ländliche Gebiete und der Kampf gegen den Klimawandel

Dienstag, 29.05 | 16.00 Uhr | Großer Saal

Prof. Dr. Harald Kächele berichtet von Strategien gegen die verheerenden Effekte des Klimawandels im ländlichen Raum Indiens. Gerade ländlich-agrarische Räume sind von den Folgen meist unmittelbar betroffen. Doch weitab der großen Verhandlungen der UN auf ein Klimaschutzabkommen und den Austausch technologischen Know-Hows spielen im Alltag der Menschen oft ganz banale Dinge wie Erosionsschutz eine wichtige Rolle.

 

 

Lichtbild Open Air

"Der Norden Indiens" mit Dirk Anders, Jena

Sonntag, 4. Juni 2012 | Kollegienhof - Kollegiengasse 10 | Einlass ab 21 Uhr | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4/5€

 

Im Jahre 2009 startete sein Motorradabenteuer durch Asien, das unter anderem durch Indiens Norden führte. Durch wahrscheinlich den chaotischen Asphaltdschungel überhaupt, aber auch im Zug, in dem man Indien und dessen Landsleute vielleicht am Besten kennenlernen kann reisen wir durch den Abend, der die Vielfalt des Landes beschreiben soll. Wobei (aus unserer „westlichen“ Sichtweise) sowohl positive als auch negative Impressionen beleuchtet werden.

 

Indien - ein Land der Extreme: bunt und grau, duftend und stinkend, wunderschön und abstoßend, fast unbewohnte Landstriche und überbevölkertes Gewusel der riesigen Städte, weite Straßen und keine Lücke im Stau der Rush-Hour, hochkultivierter und zugleich rauer, kalter, unmenschlicher Umgang miteinander? In jedem Fall ein beeindruckendes Land der Ambivalenz.

 

Im Vorprogramm spielt Mantrakarma indische Klänge mit Sitar, Percussion und Begleitung.